Praktische Tipps aus dem Obstgarten

Obstgehölze ohne Ballen, also solche mit nackten Wurzeln, sind meist günstiger als Pflanzen mit Ballen. Im Pflanzenhandel werden Beerensträucher daher oft als Wurzelware statt als Ballenware (mit Topf) zum Verkauf mit Pflanzenversand angeboten. Wurzelnackte Pflanzen benötigen jedoch immer einen kräftigen Rückschnitt vor der Umpflanzung, damit sie für ein besseres Anwachsen stärker angeregt werden. Ausserdem ist eine Pflanzung von Beerenobst als Wurzelware nur im Frühjahr (bis ca. Ende April) und im Herbst (ab Ende Oktober) möglich. Beerenobststräucher als Ballenpflanzen (Containerpflanzen, Topfpflanzen), können das ganze Jahr über in den Garten gepflanzt werden und benötigen Anfangs keinen starken Pflanzschnitt.

Beerengehölze richtig pflanzen und pflegen
Am besten wachsen Beerenobstpflanzen auf tiefgründigen und humosen Böden ohne stauende Nässe. Sie neigen bei schweren und lehmigen Böden schneller zum vergreisen, daher sollte auf diesen Gartenböden immer reichlich Kompost oder Blumenerde in die Pflanzerde mit eingearbeitet werden. Für eine gesunde Haltung der Beerenpflanzen dienen auch regelmäßige und neue Kompost-Zugaben langfristig als Unterstützung. Mulchen Sie auch öfters die Pflanzflächen mit Rindenhumus, um bei älteren nicht resistenten Beerenobstsorten die Bildung von Mehltau vorzubeugen.

Beerensträucher schneiden Sie am besten so, das die Früchte für die spätere Ernte ausreichend Sonne zum reifen bekommen können.  Eine gut freiliegende Beastung bringt ausreichend Licht und Luft an den Strauch und dient auch zur Vorbeugung gegen Krankheiten. Der beste Zeitpunkt um Beerentragende Sträucher zu schneiden, sollte für Frühjahrsblüher nach der Blüte und für Sommerblüher im März vorgenommen werden. Hierbei wird ziemlich tief und direkt über den Boden zurückgeschnitten, sodass nur noch 6 bis 10 kräftige und gut verteilte Jungtriebe stehen gelassen werden.

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